Neues vom Digitalen Radio

Die Regelungen zum digitalen Radio sahen vor, dass bis 2010 das analoge Radio von der Bildfläche verschwunden sein sollte. Schaut man sich mal um, wer alles ein digitales Radio benutzt, stellt man schnell fest das daraus nichts wird.
Noch bis zum vergangenen Jahr sahen entsprechende Planungen vor, das analoge Ultrakurzwellenradio 2010 abzuschalten. Das daraus nichts werden würde, war freilich schon damals abzusehen, als die Regelung getroffen wurde. Und ob es zur digitalen Umstellung bis zum Jahr 2015 kommt – so das bundesweit neue Ziel – steht nach einer Entscheidung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) in den Sternen. ARD und Deutschlandradio hatten für die Jahre 2009 bis 2012 einen Finanzbedarf von zusammen 188 Millionen Euro für die Einführung des Digitalradio-Standards DAB plus angemeldet. Die KEF legte Mitte Juni ein klares Veto ein und versagte dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Freigabe der angemeldeten Mittel.
Mit “DAB plus” hätten in jedem Bundesland 30 bis 40 Hörfunksender störungsfrei und mindestens in CD-Qualität auf Sendung gehen können. Darüber hinaus wären Zusatzangebote wie Textnachrichten, Grafiken, Bilder oder interaktive Dienste denkbar. Ein Hörer, der gerade einen guten Song oder auch einen wichtigen Beitrag im Autoradio hört, könnte beispielsweise mittels eines Tastendrucks eine Bestellung auslösen. Der Song wäre dann am heimischen Computer oder auch auf seinem MP3-Player abrufbar. Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr, in den USA ist dies heute schon möglich. Doch warum, von den rechtlichen Fragen mal abgesehen,ist das digitale Radio gescheitert ? Da die Sendeleistung zu schwach war, konnte entgegen den Ankündigungen DAB-Radio in Gebäuden oft nur schlecht empfangen werden. Das Senderangebot war immer dürftig. Im Gegensatz zum analogen Radio was man gewohnt war. Also kein Grund umzustellen.

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