Große Autohersteller und die Wirtschaftskrise

Bei dem deutschen Autohersteller BMW wird es wegen der Absatzschwäche einiger Modelle wieder Kurzarbeit geben. Davon werden rund 8800 Arbeitnehmer betroffen sein, vor allem in dem größten BMW-Werk Deutschlands in Dingolfing. Das Unternehmen hat sich bisher zwar recht gut in der Krise behauptet, im Vergleich zum Jahr 2007, dem Vorkrisenjahr, hat sich die Krise aber doch bemerkbar gemacht. Im Jahr 2009 gab es beispielsweise eine Absatzlücke von 12,2 Prozent und die Verkaufszahlen von Modellreihen wie dem BMW 5er und 6er liegen bis zu 45% unter dem Vorjahresniveau.
Die Kurzarbeit gilt aber ausschließlich für Januar 2010, denn mit Beginn der Produktion des neuen BMW 5er-Modells im Februar wird das Werk in Dingolfing wieder voll ausgelastet sein. Für den Rest des Jahres 2010 wird es voraussichtlich keine Kurzarbeit geben.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise bei anderen Herstellern

Andere Autohersteller wie beispielsweise die Volkswagen AG scheint die Wirtschaftskrise hingegen kaum getroffen zu haben. Gerade erst wurde bekannt, dass das Unternehmen vor hat den Lkw-Hersteller MAN zu übernehmen. Marken wie Audi, Seat, Bentley oder auch Lamborghini gehören bereits zur Volkswagen-Gruppe. Am schwedischen Lkw-Hersteller Scania ist die Volkswagen-Gruppe bereits zu 70% beteiligt. VW-Aufsichtsratvorsitzender Ferdinand Piech will ein Auto-Imperium schaffen und alle Fahrzeugtypen anbieten, dabei würden MAN und Scania zu einer Lkw-Allianz zusammen gelegt werden.
Bei dem italienischen Autohersteller Fiat sah es im vergangen Jahr auch recht gut aus, so ist das Unternehmen mit in die Geschäfte von dem amerikanischen Autohersteller Chrysler eingestiegen, weil dieser genau wie General Motors sehr hart von der Wirtschaftskrise getroffen wurde. Chrysler und die Fiat-Tochter Lancia sollen in Zukunft vereint werden, weil die Beibehaltung von Marken den Konzern viel Geld kostet, das so gespart werden kann. Die unbedingt nötige Sanierung der Marke wird Fiat allerdings einige Zeit kosten, da in den letzten zwei Jahren nicht viel getan wurde. So muss der italienische Autohersteller sich zunächst um die Neustrukturierung der Marke und um eine neue Führung kümmern. Die Marke Dodge wird in eine Pkw-Sparte und eine Pickup-Sparte unterteilt, wobei besonders die Pickups über den weiteren Erfolg das weitere bestehen der Marke entscheiden.
Branchenexperten sehen die Sanierung von Chrysler eher skeptisch und glauben nicht dass es Fiat gelingen wird, denn auch andere Autobauer, wie beispielsweise Daimler sind an diesem schwierigen Unterfangen bereits gescheitert.

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