Neues aus der Automobilindustrie

Die letzten beiden Jahre waren für die Automobilindustrie und für die Wirtschaft im allgemeinen nicht gerade erfreulich. Die Weltwirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass viele Autohersteller große Verluste zu beklagen hatten, deren Folge die Schließung von Werken und die Entlassung vieler Angestellter waren.

Der italienische Autohersteller Fiat kann mit Sicherheit ein Lied davon singen. Im vergangenen Jahr hatte die schwache Nachfrage nach Lastwagen und Baumaschinen den Konzern in die roten Zahlen getrieben. Die Autos des Konzerns verkauften sich hingegen gut, Grund dafür war die Abwrackprämien in vielen europäischen Ländern.

In diesem Jahr sollen deshalb die Verkaufszahlen stabilisiert werden, dazu sollen die staatlichen Fördermaßnahmen, wie die Abwrackprämie beitragen. Diese lief in Deutschland bereits im September aus und ein weiterer staatlicher Kaufanreiz ist für 2010 nicht geplant. Das wiederum würde dazu führen, das der Konzern seine prognostizierten Gewinne für 2010 weit verfehlen würde und somit nicht wie gewünscht seinen Verkauf stabilisieren könnte.

Andere Autobauer wollen das neue Jahr nutzen, um eine neue Zusammenarbeit aufzubauen. Gemeint ist der Daimler Konzern, der über eine Kooperation mit Renault nachdenkt. Grund dafür ist die Produktion eines Mercedes-Kleinwagens, für den Daimler den Austausch mit einem Autobauer sucht, der bereits Erfahrung in der Kleinwagenproduktion gesammelt hat. Bisher ist noch nicht offiziell bekannt gegeben worden, dass Mercedes und Renault gemeinsame Sache machen, Experten sind aber der Meinung, dass das nur noch eine Frage der Zeit ist. Der passende Zeitpunkt für eine öffentliche Bekanntmachung ist der Automobilsalon, der im März in Genf stattfinden wird.

In der Vergangenheit hat Daimler bereits mit unterschiedlichen Autobauern zusammen gearbeitet, all diese Kooperationen scheiterten jedoch und seither wird Daimler nachgesagt ein schwieriger Partner zu sein. Dieses Mal muss es also klappen, ansonsten bleiben für die Zukunft nicht mehr viele Partner übrig. Es gab bereits eine Zusammenarbeit mit Chrysler, Hyundai, Mitsubishi und mit BMW, die meisten anderen Automobilhersteller haben bereits einen Partner mit dem sie zusammenarbeiten. Für die Zukunft ist eine Kooperation mit einem anderen Autobauer deshalb so wichtig, weil Daimler allein zu klein ist um im Wettbewerb mit den großen Herstellern bestehen zu können.

Renault und Daimler könnten, wenn eine Kooperation zustande kommt, zusammen ihre Kleinwagensparten ausbauen und sich Kosten sparen in dem die Smart-Modelle und die Twingos in Zukunft auf einem Band gefertigt würden. Außerdem könnte so eventuell mit dem Kleinwagen von BMW, dem Mini, konkurriert werden. Bald wird sich dann zeigen ob es eine Zusammenarbeit zwischen Renault und Daimler geben wird und ob die für den gewünschten Erfolg sorgt.

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