Der Kampf um die Spitze
Beim Thema Autos gibt es viele unterschiedliche Meinungen und es scheiden sich sprichwörtlich die Geister, denn jeder befindet ein anderes Auto für besonders gut, oder für besonders schlecht und ungeeignet. Bei den heimischen Herstellern sind sich die meisten allerdings einig und Bedenken, wenn es darum geht einen BMW, Audi oder VW zu kaufen, hört man kaum, es sei denn es geht um den Preis.
Derzeit ist BMW führend unter den Premiumherstellern, aber Audi ist den Münchenern Autobauern dicht auf den Fersen. Auf dem deutschen und europäischen Märkten kann Audi seinen Rückstand immer weiter verringern, da BMW aber nicht untätig zusieht wie Audi aufholt und möglicherweise sogar überholt, haben die Ingoldstädter noch einen langen Weg vor sich.
Von München hört man derzeit nämlich nur gutes, was BMW noch weiter nach vorne bringen könnte, derzeit ist nämlich ein Carbon-Auto in Planung, dessen Karosserie größtenteils aus Kohlefaser bestehen soll. Dieses Vorhaben ist deshalb so revolutionär, weil es sich bei den Kohle-Autos um Elektroautos handelt. Diese verbrauchen zurzeit noch sehr viel Energie, weil die Batterien für Elektroautos groß und schwer sind und zusammen mit der schweren Karosserie ergibt das ein Auto, das die Energie nur so verschlingt. Mit der leichteren Karosserie wird also gleichzeitig auch der Energieverbrauch der E-Autos deutlich gesenkt.
Einige Hürden müssen noch genommen werden
Noch ist das Carbon-Auto aber nur ein Modell in den Köpfen der Entwickler, denn es gibt auf dem Weg zum serienreifen Kohlefaser-Auto noch einige Hürden zu überwinden.
Eine ist, dass Kohlefaser sich noch nicht sonderlich als Werkstoff eignet, weil das Material leicht bricht und sehr hart ist. Um dieses Problem zu bewältigen hat sich BMW mit dem Chemiekonzern SLG Carbon zu einem Joint Venture zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen die beiden Konzerne möglich machen, woran bislang schon viele gescheitert sind. Sollte es den Münchenern aber wirklich gelingen das Carbon-Auto zu entwickeln und serienmäßig zu bauen, dann hätten sie Audi endgültig abgeschlagen und würden ihrem Ziel bis 2020 führender Premiumhersteller zu sein sehr nahe kommen. Wenn es dann soweit ist, soll das „Megacity Vehicle“(MCV), wie das Kohlefaser-Auto heißen soll, als Untermarke von BMW auf den Markt gebracht werden. Das MCV soll als vollwertiger Vier-Türer mit genügend Platz für Gepäck, Teile Zubehör auf den Markt kommen.
Nach den Krisenjahren 2008 und 2009 soll es für BMW ab jetzt nur noch bergauf gehen und die Einbrüche in den Konzernergebnissen des letzten Jahres will der Autobauer endgültig hinter sich lassen und nicht nur wieder an alte Erfolge anknüpfen, sondern sie sogar übertreffen.