Wenn das Auto gehackt wird

Sehr viel Schaden kann derjenige anrichten, dem es gelingt sich in den Bordcomputer eines Autos einzuhacken. Insassen einsperren, laute Musik einspielen und die Bremsen blockieren sind nur einige wenige Beispiel für das, was passieren kann und möglich ist. Doch ist dies eigentlich möglich oder handelt es sich dabei nur um ein Horrorszenario? Doch Wissenschaftlern aus den USA ist es nun genau dieses gelungen. Sie haben sich in ein Auto eingehackt und es sogar geschafft dieses unter ihre Kontrolle zu bringen.

 

Das Herz der Autos ist nicht mehr der Motor

 

Wenn es passiert, dass ein Fahrzeug, beispielsweise wenn mit einem Ford München erkundet wird oder mit einem BMW die herrliche, ländliche Gegend genossen wird, plötzlich im Graben landet oder vor einem Laternenpfahl, kann dies vielleicht das Werk von Hackern sein, die den Bordcomputer ferngesteuert haben. Heute schlägt das Herz eines modernen Autos schon lange nicht mehr im Motor. Mittlerweile ist es so, dass in seinem Inneren ein Prozessor arbeitet, der den Takt vorgibt. US-Forscher haben bei diesem nun festgestellt, dass er offenbar für die Angriffe von außen anfällig ist.

 

Alles kann ferngesteuert werden

 

Heute sind die meisten Funktionen, von der Tacho-Anzeige bis hin zum Bremsen, elektronisch gesteuert. Der häufigste Anlass für Ärger, mit über 40 Prozent, waren Schäden an der Fahrzeugelektronik. Dies zeigte ein Blick auf die Pannenstatistik des ADAC. Vergleicht man dies mit anderen, herkömmlichen Schäden, zeigt sich, dass nur 7,6 Prozent der Autos Ärger mit dem Motor hatten.

Die Untersuchung legt nahe, dass der Bordcomputer sogar regelrecht gefährlich werden kann. Die Untersuchung wird in dieser Woche auf der Security Conference in Oakland vorgestellt. Ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Kalifornien in San Diego beschreibt in dem Bericht, dass ein Zugriff über den Diagnose-Port möglich sei. Hierüber kann sogar auf die sensiblen Systeme zugegriffen werden, wodurch der Fahrer komplett abgeklemmt werden kann. Den Wissenschaftlern ist es gelungen die rudimentären Sicherheitmaßnahmen ganz einfach zu überwinden, ob nun Anzeige, Motor oder Bremse. Die Experten resümieren, dass die handelsüblichen Autos gegen eine digitale Attacke wenig widerstandsfähig sind. Bei ihrem Versuch ist es ihnen gelungen heiße Luft ins Wageninnere zu pusten, die Bremsen abzuschalten, die Musik voll aufzudrehen und die Insassen im Inneren des Wagens einzusperren.

Bei dem Versuch und deren Veröffentlichung gehe es jedoch keinesfalls darum, dass die gesamte Autofahrerschaft nun in Angst und Schrecken versetzt werden soll. Vielmehr geht es darum, dass sie die Schwächen der Technologie aufzeigen wollen, sodass dich die Industrie darum kümmern kann.

Hinterlasse eine Antwort